Chronik und Statistik

Aus der Geschichte der Privaten Schule für Kranke in der Region Main-Rhön

Im Januar 1985 treffen sich Vertreter von Kliniken aus Stadt und Landkreis Schweinfurt mit Schulamtsdirektor Martin Ebert, um die Möglichkeit des Unterrichts für erkrankte Kinder und Jugendliche zu erörtern. Mit Beginn des Schuljahres 1985/86 ist es dann so weit: Lehrer Peter Grimm nimmt die Unterrichtstätigkeit in der Stadt Schweinfurt auf (Leopoldina-Krankenhaus und Krankenhaus St. Josef), Sonderschullehrer Josef Steimer unterrichtet in der Orthopädie in Werneck und übernimmt die Organisation des Schulbetriebes. Im Bäderlandkreis Bad Kissingen wird man aufmerksam, und so bekommen auch das Kinderkurheim St. Josef sowie die Kinderheilstätte des Diakonischen Werkes für ihre jungen Patientinnen und Patienten ab Herbst 1986 Unterricht. Ab 1988 kommen auch die Kliniken im Landkreis Haßberge in den Genuss von Unterricht.

Am 1. August 1988 wird die „Staatliche Schule für Kranke in der Region Main-Rhön“ offiziell errichtet, Josef Steimer zum Schulleiter ernannt. Das Kollegium umfasst jetzt 6 Personen, dazu kommt die Verwaltungsangestellte Ute Lenz. In den folgenden Jahren benötigen immer mehr Kinder und Jugendliche Krankenhausunterricht, das Kollegium wächst auf 8 Personen an, Erich Meierl wird Schulleiterstellvertreter.

In den folgenden Jahren kommt es durch Schließungen und Neueröffnungen im klinischen Bereich immer wieder zu Neuorientierungen. Die Kindersanatorien schließen, an deren Stelle tritt bis März 2004 das Diabetes-Zentrum Fürstenhof in Bad Kissingen.

2001 erfolgt ein Wechsel in der Schulleitung: Sonderschulrektor Josef Steimer wird in den Ruhestand verabschiedet, Frau Ingeborg Kiefer-Heegen von der Heide-Schule Schwebheim zur neuen Schulleiterin berufen.

Ab 2001 wird in Werneck auch in der Psychiatrie und Forensik unterrichtet, von September 2001 bis Juli 2003 übernimmt die Schule für Kranke die Unterrichtung von vorübergehend nicht schulbesuchsfähigen Kindern aus dem Erich-Kästner-Kinderdorf in Oberschwarzach. Seit Herbst 2000 wird Unterricht erteilt in der Psychosomatischen Klinik in Bad Neustadt und seit September 2004 in der Rehaklinik für Abhängigkeitserkrankungen in Hollstadt.

Mit der Eröffnung der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie im Sommer 2006 ist der Schule ein neues, interessantes und breit gefächertes Aufgabengebiet zugewachsen, das sich inzwischen zu einem wichtigen Tätigkeitsschwerpunkt unserer Einrichtung entwickelt hat.

Im März 2012 eröffnet die Hemera-Klinik für seelische Gesundheit in Bad Kissingen, in der unsere Lehrkräfte drei Unterrichtsräume beziehen. Sie sorgen dafür, dass Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Bundesgebiet mit einem Unterrichtsangebot in Deutsch, Mathematik, Englisch, Französisch und Spanisch den Anschluss an den Stoff der Herkunftsschule nicht verlieren bzw. krankheitsbedingte Rückstände ausgeglichen werden können.

Mit dem Ende des Schuljahres 2012/13 tritt Frau Kiefer-Heegen nach 11 Jahren in den Ruhestand. In dieser Zeit hat sie die strukturellen Veränderungen der Schule für Kranke verantwortungsvoll mitgestaltet.

Frau Rossmanith übernimmt zum Schuljahr 2013/14 die Schulleitung. Zuvor engagierte sie sich über viele Jahre als Lehrkraft der Mobilen Sonderpädagigschen Dienste der Franz-Ludwig-von-Erthal-Schule, SFZ, im Landkreis Haßberge.

Aus der guten alten Zeit – Der erste Flyer der Schule für Kranke von 1985:

Statistische Daten

Schülerverteilung nach Kliniken und Schularten Schuljahr 2021 / 2022