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Schloss Wernek 

Unterricht im Orthopädischen Krankenhaus Schloss Werneck

Das Orthopädische Krankenhaus Schloss Werneck befindet sich in dem von 1734 bis 1745 von Balthasar Neumann als Sommerresidenz der Würzburger Fürstbischöfe erbauten Barockschloss.

Am 1.10.1855 wurde in den Räumlichkeiten das Psychiatrische Krankenhaus errichtet, während des 2. Weltkrieges diente das Gebäude als Lazarett. Nachdem diese Nutzung nicht mehr gegeben war, errichtete der Bezirk Unterfranken im Jahr 1952 die orthopädische Klinik.


Was heißt Orthopädie?

Sie umfasst die Erkennung, Behandlung, Prävention von angeborenen und erworbenen Formveränderungen und Funktionsstörungen, Erkrankungen und Verletzungen der Stütz- und Bewegungsorgane.

„Mit der Einführung der Fallpauschalen kam es zu einer enormen Verkürzung der Liegezeiten der jungen Patientinnen und Patienten. Da zudem gerade im Bereich der Orthopädie viele Operationen geplant und somit für Schülerinnen und Schüler vorzugsweise in die Ferien durchgeführt werden, kam es zu einem stetigen Rückgang des Unterrichts. Im Dezember 2006 wurde in der Orthopädischen Klinik letztmals unterrichtet, seit diesem Zeitpunkt gab es keine Anmeldungen mehr. Bei der absehbaren Entwicklung kann davon ausgegangen werden, dass auch in den nächsten Jahren dort kein Klinikunterricht mehr stattfindet.“ 

 


Ansprechpartner:

Ingeborg Kiefer-Heegen

Schule für Kranke Schweinfurt

Tel. 09721/720-3507
Fax: 09721/720-2900
E-mail: schulleitungsfk-sw.de

Psychiatrie Werneck

Krankenhausunterricht in der psychiatrischen Klinik Werneck und in der dazugehörigenTagesklinik in Schweinfurt

Das „Krankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie Schloss Werneck“ verfügt über eine Erwachsenenpsychiatrie, in der sich regelmäßig Patientinnen und Patienten befinden, die aufgrund ihres Alters (älter als 18 Jahre) nicht mehr in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Schweinfurt behandelt werden können. Da diese Patienten und Patientinnen aber noch Schüler im Sinne des Gesetzes sind, befindet sich auch hier ein Arbeitsschwerpunkt der Schule.

Häufig vorkommende Krankheitsbilder sind: Persönlichkeitsstörungen, Psychosen, Borderline-Persönlichkeitsstörung, Angstsymptome, verschiedene Schulleistungsproblematiken, Folgeerkrankungen nach Drogenabusus.

Die meisten SchülerInnen kommen aus weiterführenden oder berufsbegleitenden Schulen. Es findet meist Einzelunterricht statt, wobei die Dauer des täglich angebotenen Unterrichts je nach Medikation und Tagesverfassung der Patienten erheblichen Schwankungen unterliegt.

Die Lerninhalteinhalte orientieren sich, wenn möglich, am Klassenstoff nach Vorgabe der Lehrkräfte der Stammschule; oft beschränkt sich der Unterricht aber auf Wiederherstellung der Konzentrationsfähigkeit oder auf Erhöhung des Zutrauens in die eigenen schulischen Fähigkeiten. Durch den Unterricht sollen die SchülerInnen gefordert, aber nicht überfordert werden.

Dem stationären Aufenthalt in der psychiatrischen Klinik Werneck folgt bei vielen Patienten noch der Besuch der Tagesklinik in Schweinfurt. Hier wird der Unterricht je nach momentanem Leistungsstand und psychischer Verfassung nahtlos fortgesetzt.

Seit 2000 unterrichtet die Schule für Kranke auch Schüler, die sich im Maßregelvollzug befinden. Einige davon erlangen durch dauerhafte Anstrengung regelmäßig gute Schulabschlüsse. So konnten zwei von ihnen in diesem Sommer 2007 sehr erfolgreich den Qualifizierenden Hauptschulabschluss erreichen.
 

Ansprechpartner

Anne-Monika Hünert

Schule für Kranke Schweinfurt

Tel. 09721/720-3507
Fax: 09721/720-2900